Europäische Hotels auf Energiesparkurs

Minibars, Auf­züge, elektrische Warm­wasser­erhitzer, Dauer-Be­leuchtung – Hotels verbrauchen viel Energie. Das muss nicht sein, bewiesen Heidelberger Hote­liers im Rah­­men eines europäischen Pro­jekts, dessen Abschlussbericht nun vorgelegt wurde.

Im Rahmen des Modell­vor­habens zu erneuer­baren Energien und nach­haltigem Tourismus (Re­newable Energy and Sustainable Tourism, kurz REST) hatten Energie­agenturen aus sechs Län­dern – darunter die KliBA – in zwei Jahren 190 Hotels auf Einspar­potenziale und Ein­­­­satz­mög­lichkeiten für erneuerbare Energien untersucht. Ergebnis: Im Schnitt könn­te der Verbrauch um ein Viertel ge­senkt werden. 17 Hotels in Deutschland, Spanien und Italien ver­pflichteten sich zu ent­sprechen­den Maßnahmen und erhielten die Aus­zeich­nung als „REST-Hotel“; zwei davon befinden sich in Heidelberg.

Bild: Die Auszeichnung zum REST-Hotel erhileten 2004 gleich zwei Hotels in Heidelberg. Diese wurden im Europäischen Hof vorgestellt.

Das Hotel „Kranich“ wurde vor einigen Jahren nach Umwelt­gesichtspunkten saniert. „Die Teilnahme am REST-Projekt hat uns aufgezeigt, wo wir weitere Verbes­serungen erzielen können“, berichtet Inhaber Werner Golombek von seinen Erfahrungen, „Energiesparen ist allein schon aus betriebswirtschaft­licher Sicht ein wichtiger Punkt für uns.“. Als nächsten wichtigen Schritt plane er eine Solaranlage auf dem Dach zu installieren.

Die hat das Hotel „Neu Heidel­berg“ bereits. Auch eine optimale Dämmung, die Dachbegrünung, die Nutzung von Regenwasser und die Beleuchtung mit Ener­gie­spar­lam­pen hat Geschäftsführer Hugo Schwaninger investiert. „Wir legen in unserem Hotelbetrieb schon seit über zehn Jahren aus einer persönlichen Motivation heraus viel Wert auf Umweltschutz. Und natürlich helfen uns die Energiespar-Maßnahmen auch, Kosten zu sparen.“ Die Auszeichnung mit der REST-Urkunde habe ihn in seinem Engagement bestärkt.

Das Projekt soll fortgesetzt werden, kündigte KliBA-Geschäfts­füh­rer Dr. Klaus Keßler in Heidelberg bei der Präsentation des Abschlussberichts für die Europäische Union an, die REST in den vergangenen zwei Jahren gefördert hatte. Interessierte Hoteliers können sich auch künftig von der KliBA beraten und dabei unterstützen lassen, in den Kreis der REST-Hotels aufgenommen zu werden.






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