Stromliefervertrag wurde beschlossen

Nach KliBA-Prüfung ist jetzt alles in trockenen Tüchern – Gemeinde muss tiefer in die Tasche greifen

Dossenheim. (dw) Das Ergebnis der gemeinsamen Ausschreibung einiger Bergstraßengemeinden und Verbände zur Stromlieferung für die „gemeindlichen Liegenschaften und Straßenbeleuchtung“ lag erst spät vor. Dann stand noch die Prüfung durch die Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur (KliBA) aus. Jetzt ist alles in trockenen Tüchern, der Gemeinderat stimmte einstimmig zu, ab dem 1. April seinen Strom vom preisgünstigsten Anbieter „Energievertrieb Deutschland“ zu beziehen.

Außerdem hielt er ebenso einstimmig am Bezug von reinem Ökostrom fest. Die zunächst für Ende Januar geplante Entscheidung war vertagt und außerdem um Fristaufschub gebeten worden. Die Taktung der Sitzungen ließ erst einen Termin zur Einholung des Gemeinderatsvotums einige Stunden nach deren Ablauf zu.

Der ehemaligen Steinbrechergemeinde war die Prüfung der Angebote ganz besonders wichtig, denn die bloße Auflistung der Preise ließ den bisherigen Lieferanten knapp auf Platz zwei abfallen. Der günstigste Anbieter auf Platz eins war ihr bis dahin nicht bekannt. Die Prüfung durch die KliBA, die auch die Ausschreibung durchgeführt hatte, führte zu keinen Änderungen an dieser Reihenfolge. Außerdem, so erklärte Bürgermeister Hans Lorenz, sei die Firma der Agentur selbst durchaus bekannt.

Sie habe schon im jetzt auslaufenden Vertrag ein Los für sich gewinnen können. Heddesheim sei davon betroffen gewesen, erklärte dazu Karina Soehnlen. Die Sachbearbeiterin im zuständigen Fachbereich hatte auf eine Nachfrage zum Unternehmen von Cornelia Wesch (FW) die Zusammenhänge erklärt. Wesch hatte auch noch anderes wissen wollen, etwa die Differenzen zu den anderen Anbietern und den Laufzeiten. Die Unterschiede zwischen dem ersten und zweiten Anbieter seien gering, der dritte im Bund weiche deutlicher ab. Bei der nach zwei Jahren automatischen ersten Laufzeitverlängerung würden für gewöhnlich die Konditionen neu verhandelt. Meist sei ein günstigeres Ergebnis zu erzielen. „Ein zulässiger Partner ist wichtig“, meinte Wesch abschließend.

Die Strompreise sind gestiegen. Insgesamt zahle die Gemeinde 14 500 Euro mehr im Jahr. Auf die Liegenschaften entfallen 9730 Euro. 4770 Euro kostet die Straßenbeleuchtung mehr. Einsparungen wären durch den teilweisen oder völligen Verzicht auf Ökostrom möglich gewesen. Doch davon wurde kein Gebrauch gemacht. Die Möglichkeit wurde zumindest öffentlich noch nicht einmal in Erwägung gezogen.

© RNZ, Region Heidelberg vom Dienstag, 26. Februar 2019, Seite 5

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