Stromdieben ein Schnäppchen geschlagen

Schüler des Wilhelmi-Gymnasiums decken unnötigen Stromverbrauch auf – „Stand-By“ zu Klimawandel und Ressourcenverbrauch

Sinsheim. Für die neunten Klassen des Wilhelmi-Gymnasiums stand jetzt zwei Mal das mit Neugierde erwartete Standby-Projekt auf dem Stundenplan. „Stand-by“ bedeutet den Bereitschaftsbetrieb eines Elektrogerätes und ist bei vielen Geräten eine reine Servicefunktion. So stehen Fernseher oder Computer rund um die Uhr zu Diensten und können bequem, etwa per Fernbedienung, eingeschaltet werden. Ob ein Gerät wirklich aus ist oder nur im Stand-by-Modus, erkennt man oft an brennenden Lämpchen – aber nicht immer.

Das Projekt „Stand-by in Schulen“ zielt darauf ab, Schülern den Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und dem Strom- bzw. Ressourcenverbrauch aufzuzeigen und sie so für den Umwelt- und Klimaschutz zu sensibilisieren. Kindern und Jugendlichen wird am Beispiel Stand-by bei elektrischen Geräten vermittelt, dass Energie wertvoll ist und nicht verschwendet werden darf, auch wenn z.B. die Erwachsenen oft ohne nachzudenken Fenster bei voll aufgedrehten Heizkörpern öffnen und Lichter in ungenutzten Räumen brennen lassen. Bei dem Projekt geht es in allererster Linie um Fragen wie:

Warum ändert sich das Klima? Wo kommt der Strom her? Wie unterscheiden sich die verschiedenen Energieträger? Wie hoch ist der (unnötige) Stromverbrauch? Was kann man tun, um den unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden? Das Projekt zielt darüber hinaus darauf ab, Schüler nicht nur für klimaschutz-relevante Themen zu sensibilisieren, sondern sie darüber hinaus als klimabewusste Gestalter ihres eigenen Schüleralltags und nicht zuletzt als „Erzieher“ für Umweltthemen in den eigenen Familien zu gewinnen.

Im Rahmen des Projekts konnten die Neuntklässler selbst tätig werden und durch eigene Erfahrungen und Entdeckungen lernen. Durch selbstständiges Experimentieren, auch zu Hause, wurde den Schülern ein hohes Maß an eigenständigem Arbeiten ermöglicht.

Die Unterrichtsstunden wurden aus dem Förderprogramm „Klimaschutz Plus“ des Landes Baden-Württemberg finanziert. Die Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg-Rhein-Neckar-Kreis (KliBA) in Person der Umweltpädagogin Anita Köhler und ihrer Kollegen Oliver Prahl und Benjamin Friedrich führte den schulischen Teil im Umfang von zwei Doppelstunden am Wilhelmi-Gymnasium durch. Für die Organisation am Wilhelmi waren Dr. Stelter und Herr Weißmann verantwortlich.(zg)

Sinsheimer Nachrichten vom Mittwoch, 11. November 2015, Seite 5 (4 Views)

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