„Selbst aktiv werden“ lautet das Schülermotto

„Klimakonferenz“ an der Grundschule Tairnbach mit vielen Ideen zum Umweltschutz

Tairnbach. „Umwelt-, Natur- und Klimaschutz“ hieß das Jahresthema, dem sich alle Klassen der Tairnbacher Grundschule im vergangenen Schuljahr intensiv widmeten. Einladungen an Experten zu Workshops, Exkursionen und Projekte gab es das ganze Jahr über und die Schüler erfuhren eine Menge über dieses Thema, dessen zentrale Forderung lautet: Energie sparen, um den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen zu verringern (die RNZ berichtete).

Dass es nicht genügt, Umdenken und entsprechendes Handeln von anderen zu fordern, demonstrierte die Schulgemeinschaft zudem durch eigene Aktionen, wie das Sammeln von Müll, die Anlage einer Wildblumenwiese sowie die Teilnahme an der Mission „Krötenrettung“ und am klimaschützenden „Stadtradeln“.

„Selbst aktiv werden“ hieß es auch, als sich die Klassen 3 und 4 unter der Leitung von Lehrerin Nadine Hofstetter Gedanken darüber machten, was im Tairnbacher Schulhaus selbst für Klima und Umwelt getan werden kann. Als einige Vorschläge ausgearbeitet waren, wurde eine „Klimakonferenz“ einberufen, an der neben den Schulkindern auch Rektorin Aline Busch, Bürgermeister Jens Spanberger und Anita Köhler von der Klimaschutz- und Energieberatungsagentur Heidelberg (KliBA) teilnahmen.

Zunächst stellten die Schüler in einer Präsentation die Ideen vor, mit denen sie aus ihrem 120 Jahre alten Schulgebäude eine „Energiesparschule“ machen wollen. „Solarzellen aufs Dach“ lautete der erste Vorschlag, gefolgt von Umsicht beim Öffnen und Schließen der Fenster. Energiesparende Lampen sollten zudem zum Einsatz kommen, meinten sie. In jeder Klasse achten schon heute einige Schüler als „Energiespar-Polizei“ darauf, dass das Licht bei ausreichender Helligkeit ausgeschaltet wird und dass Computer und andere Geräte nicht unnötig im „Standby“-Modus (also in Bereitschaft) bleiben, in dem sie immer noch Energie verbrauchen.

„Herr Bürgermeister Spanberger, wir würden gerne wissen, wie die Gemeinde zu unseren Vorschlägen steht“, schlossen die Schüler ihre Präsentation. Sie versicherten, dass die Schulgemeinschaft bereit sei, benötigte Kleingeräte selbst und damit kostensparend einzubauen.

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Bilder: KliBA

Der Bürgermeister war beeindruckt von den Vorschlägen und Aktivitäten der Schule und wies darauf hin, dass sich der Gemeinderat ohnehin mit diesem Thema beschäftigen werde. Als Beispiele dafür, wie die Gemeinde bereits in Sachen Klimaschutz aktiv geworden ist, führte er unter anderem die Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden, etwa dem Tairnbacher Dorflädl, an. Die Anlage auf dem Dach des Kinderhauses in Rettigheim produziere 54 000 Kilowatt Strom im Jahr. Die beiden Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in der Gemeinde und die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik seien ebenfalls Beispiele für aktiven Umweltschutz im Rahmen des Klimaschutzkonzepts der Gemeinde. Wie weit Photovoltaik auf dem Dach des Tairnbacher Schulhauses praktikabel sei, müsse noch geprüft werden, so der Bürgermeister. (zlb)

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© RNZ, Wieslocher Nachrichten - Walldorfer Rundschau vom Freitag, 22. Februar 2019, Seite 3


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