Unternehmen können sich kostenlos energetisch checken lassen

Kompetenzstelle Energieeffizienz Rhein-Neckar informierte im Rathaus über Beratung – 228 Unternehmen wurden angeschrieben – Anmeldung bis 15. November

Edingen-Neckarhausen. (nip) 228 örtliche Unternehmen hat Umweltbeauftragte Vivien Müller in der vergangenen Woche angeschrieben, um ihnen das Angebot zu machen, ihren Betrieb kostenlos energetisch checken zu lassen. Zuständig dafür ist die Kompetenzstelle Energieeffizienz Rhein-Neckar (KEFF), eine von zwölf Stellen in Baden-Württemberg, die das klimapolitische Ziel der Landesregierung, unter anderem den CO2-Ausstoß auch in Firmen zu senken, befördern soll.

Träger der KEFF Rhein-Neckar sind die IHK Rhein-Neckar, die Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg-Rhein-Neckar-Kreis (Kliba), die Metropolregion Rhein-Neckar und das Umweltkompetenzzentrum Rhein- Neckar. „Wir haben eine hohe Reichweite und eine gute Zusammenarbeit mit den Kommunen“, sagte Nicolai Freiwald, Bereichsleiter der IHK, beim Pressegespräch im Rathaus in Edingen.

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Thea-Patricia Arrras, Vivien Müller und Bürgermeister Simon Michler mit Udo Benz von der KEFF und Nicolai Freiwald von der IHK (v.l.). Foto: Pilz

Mit der Energiekarawane gibt es zudemeinen idealen Begleiter. Dieses von der Kliba initiierte Projekt richtete sich an Privathaushalte: In 30 Kommunen waren Energieberater unterwegs, um Bürgern in deren Häusern und Wohnungen Energieeinspartipps und ein Konzept zur Umsetzung an die Hand zu geben. Die geförderte Maßnahme lief Ende vergangenen Jahres aus. „Wir haben die KEFF und die Energiekarawane dann quasizusammengeworfen“,schildert Udo Benz, Effizienzmoderator der regionalen KEFF.

Und im Prinzip läuft das Ganze auch für die Unternehmen nicht anders als für die privaten Haushalte. Wenn ein Unternehmen, egal, ob kleiner Einzelhandel, Dienstleister, Werkstatt, Handwerker, Praxis, Kanzlei oder größere Firma Interesse hat, ihren Betrieb auf Energieeffizienz checken zu lassen, kann man mit den KEFF-Moderatoren einen Termin vereinbaren.

Diese schicken dann einen Energieberater, der mit der Firmenleitung einen Betriebsrundgang absolviert. „Wir schauen uns alle Komponenten und die Verbrauchszahlen an“, erklärt Freiwald. Bei diesem Rundgang werden mit einer Wärmebildkamera Energiefresser identifiziert, Heizungen, Beleuchtung und Betriebsprozesse analysiert. Anschließend wird ein Bericht erstellt, der Schwachstellen, Einsparpotenziale, mögliche Maßnahmen und passende Förderprogramme auflistet.

Das Projekt ist auf sieben Jahre angelegt, im Moment sei Halbzeit, sagt Freiwald. Bislang habe man in Baden- Württemberg 2000 Betriebe mit dem Energiecheck geprüft, 300 davon im Rhein- Neckar-Kreis. Eine Evaluierung habe ergeben, dass die Zielgruppe erreicht werde. Der Check selbst ist individuell auf die Betriebe zugeschnittenund kostenlos. „Die Aufgabe von KEFF ist es, Unternehmen zu sensibilisieren und zu motivieren“, meint Benz. Besonders sei auch die Neutralität der KEFF, die als Dienstleister im Hintergrund bleibe. Die Aktion selbst hänge an den Rathäusern, die dieUnternehmenanschreiben.„Außer Arbeitszeit kostet uns das aber nichts“, stellt Bürgermeister Simon Michler fest. Edingen-Neckarhausenhat dasThemaim Klimaschutzkonzept festgeschrieben. „Jetzt sind wir in der Umsetzungsphase“, meint Michler. Im Brief an die Unternehmen waren ein Informationsblatt und ein Gutschein für den kostenlosen Check enthalten.

Noch bis 15. November können Firmen das Angebot abrufen, erste Rückmeldungen würde es bereits geben. „Zehn Prozent Rücklauf wären gut“, meint Freiwald. Das Konzept, das die Unternehmen an die Hand bekommen, sieht kleinere und größere Maßnahmen vor, die in vielen Fällen erst einmal Geld kosten, sich auf längere Sicht aber rechnen.

iInfo: Für einen kostenlosen Energiecheck vereinbaren Unternehmen unter Telefon 06221 90176-11 oder 06221 99875-17 einen Termin mit der KEFF.

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