Energie aus einer Hand fürs Sport- und Schulzentrum

Firma KWA versorgt jetzt auch das Hallenbad mit Wärme

Dossenheim. (dw) Man muss schon etwas tüfteln und suchen. Nur so kann man nachvollziehen, wo sich der einstimmig gefasste Gemeinderatsbeschluss zur Auftragsvergabe oder besser Fortführung der Energielieferung durch die Firma KWA im Haushaltsentwurf wiederfindet. Und auch der enge Zusammenhang mit der Sanierung des Hallenbads ist nicht leicht offensichtlich. Fakt ist jedenfalls, dass der bisherige Energielieferant, der bisher Schule und Sportzentrum über das Blockheizkraftwerk versorgt hat, auch künftig diese Aufgabe wahrnimmt und bald zusätzlich das Hallenbad bedient. Das, so liegt es zumindest nahe, ist Ergebnis und Teil des Konzepts zur Hallenbadsanierung.

Neue Gaskesselanlage nötig

In öffentlicher Sitzung des Gemeinderats wurde darüber nicht mehr viel gesprochen. Thomas Katlun (Grüne) wollte lediglich Hallenbadsanierung und Heizungssanierung getrennt sehen. „Hier zeigt sich, wie wichtig eine Institution wie die KliBA ist“, sagte Matthias Harbarth (CDU). Die Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur, bei der die Bergstraßengemeinde Gründungsmitglied ist, hatte das KWA-Angebot geprüft und nachverhandelt. Lisa Zillmann, Energiebeauftragte im Bauamt, war ebenfalls beteiligt.

Worum es geht? Die Versorgung mit Wärme wird im gesamten Schul- und Sportzentrum auf einheitliche Beine gestellt. Dazu ist die Gaskesselanlage im Hallenbad zurückzubauen und die Heizanlage in der Kurpfalzschule auszubauen. „Hierzu muss eine neue Gaskesselanlage parallel zum vorhandenen Blockheizkraftwerk installiert werden“, so die Sitzungsunterlage.

Der bisherige Betreiber KWA wurde aufgefordert, ein Angebot vorzulegen. Das hat das Unternehmen auch getan. Im Zuge von Nachverhandlungen wurden für die Gemeinde günstigere Bedingungen wie die Senkung des Grundpreises oder eine günstigere Verrechnung des Stroms ab Januar erwirkt. Die Maßnahme insgesamt setzt allerdings eine Investition von rund 400 000 Euro seitens des Betreibers voraus. Die Gemeinde beteiligt sich an diesen Kosten mit insgesamt 117 000 Euro.

Grund- und Strompreise sinken

Dieser Zuschuss steht im Haushalt aber nirgendwo als Summe. Er ist entsprechend der Zuordnungssystematik auf die von der Versorgung profitierenden Einrichtungen verteilt. So wird der Schauenburghalle ein Zuschuss von 17 000 Euro zugerechnet, bei der Kurpfalzschule sind es 19 000, bei der Jahnhalle 16 000 und beim Hallenbad 65 000 Euro. Mit dem Ende des Vertrags geht die gesamte Anlage mit einer erwartbar verbleibenden Nutzungsdauer von zehn Jahren ohne Zuzahlung in Gemeindeeigentum über.

Die in diesem Zusammenhang anfallenden „Baumaßnahmen – gemeinsame Anlagen“, die jenseits des Kessels anfallen, betragen insgesamt 60 000 Euro und verteilen sich wie folgt: Schauenburghalle 8900, Kurpfalzschule 9800, Jahnhalle 8000 und Hallenbad 33 300 Euro.

© RNZ, Region Heidelberg vom Donnerstag, 8. Februar 2018, Seite 76

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