Den größten Stromfressern auf der Spur

Grundschüler wurden für Energieverbrauch sensibilisiert

Dossenheim. CO2-Belastung, Klimawandel, Erderwärmung: Die Aufzählung der Schlagworte ließe sich beliebig fortsetzen. Es schadet daher nicht, wenn Menschen frühzeitig für die Zusammenhänge sensibilisiert werden und erkennen, dass Umwelt und Natur ein notwendig zu schützendes Gut sind. Frühzeitig bedeutet in diesem Fall, dass die Schüler der Klasse 4b von Klassenlehrerin Doris Berg in der Neubergschule mehr über Klima, Energie und Energieverbrauch erfahren haben. Fachkompetenz kam von KliBA-Mitarbeiterin Ann-Katrin Krebs. Sie informierte die Kinder über die Zusammenhänge und machte dann den Praxistest. Miriam Zwipf, die in der Klasse Sachunterricht gibt, begleitete den Projektunterricht.

rnz_den_stromfresssern_auf_der_spur_bild_alex_789.jpg

Heizlüfter verbrauchen jede Menge Energie, wie Ann-Katrin Krebs von der KliBA den Neubergschülern im Selbsttest vermittelte. Foto: Alex

„Ich verspreche Euch, wir werden etwas finden, womit ihr unserer Umwelt helfen könnt“, leitete Krebs das Messen ein. Sie hatte Verbrauchszähler mitgebracht, die Schüler elektrische Geräte. In der hochzivilisierten Welt von heute ist ihr Einsatz ganz selbstverständlich. Wir föhnen die Haare, die Zähne werden von einer elektrischen Zahnbürste geschrubbt, morgens holt uns ein Handywecker aus dem Schlaf, gespielt wird auf einer Konsole. Aber braucht man das wirklich alles? Und verbraucht ein Gerät, das gerade nicht benutzt wird, wirklich keine Energie? In Arbeitsgruppen gingen die Schüler wie Energiedetektive dem Stromverbrauch auf die Spur. Der Heizlüfter, der so einen angenehm warmen Wind verströmt, entpuppte sich als echter Energiefresser. Er konnte aber wenigstens vom Netz genommen werden. Aus bedeutete bei im Aus.

Andere Geräte, wie der Receiver, den Krebs mitgebracht hatte, ließen sich nur durch ein Steckerziehen abschalten. Im sogenannten „Standby-Modus“ ist der Stromverbrauch zwar gering, aber insgesamt völlig überflüssig. Die Kinder lernten viel und die meisten waren mit Feuereifer dabei. Einige verfügten über Vorwissen. Die Messergebnisse ließen sie dennoch staunen.

Krebs hatte diesen praktischen Teil mit theoretischem Grundwissen vorbereitet. Es ging um die Frage, wie Energie produziert wird. Sie sprach über die Vor- und Nachteile bei der Erzeugung. Eine ganz wichtige Rolle spielte dabei die Entstehung von Kohlendioxid – CO2. Das Gas wird zwar gebraucht. Es schützt die Erde davor auszukühlen. Zu viel davon führt aber zu einer übermäßigen Erwärmung, die sich nicht nur auf die Lebenswelt der weit von uns entfernt lebenden Eisbären und Pinguine nachteilig auswirkt.

Ob dieses Wissen Verhaltensänderungen nach sich ziehen wird, bleibt abzuwarten. Jedenfalls ist ein Schritt in die richtige Richtung gemacht. Im Übrigen förderte die Sparkasse Heidelberg den Projektunterricht, den Andreas Lay interessiert begleitet hatte. Von Doris Weber

61818324_594.jpg

© RNZ, Bergstraße/Mannheim - Weinheimer Rundschau vom Donnerstag, 15. März 2018, Seite 56


<< vorherige Seite »Energiekarawane Gewerbe_Meckesheim 2018)« 

 



Erneuerbare Energien