Der Wärmepass

Die meisten Autofahrer wissen genau, wieviel Liter Benzin ihr Fahrzeug auf 100 Kilometern schluckt. Doch welcher Hausbesitzer weiß, wieviel Liter Heizöl, Kubikmeter Gas oder Kilowattstunden Strom er für Heizzwecke jährlich pro Quadratmeter Wohnfläche verbraucht?

Die Spezialität des Hauses ist der KliBA-Wärmepass. Er informiert Eigentümer kostenlos über mögliche Sanierungsmaßnahmen und Energieeinsparmöglichkeiten. Hier wird erklärt, was es mit dem Energieausweis auf sich hat und wie sich der Verbauchs- vom Bedarfsausweis unterscheidet.


Bild: Noten für das Haus - der Wärmepass zeigt, wo das Gebäude energetisch steht und wie es verbessert werden kann.

Fragebogen zum Wärmepass

Sie möchten einen kostenfreien KliBA-Wärmepass für Ihr Haus? Einfach den Fragebogen ausfüllen und an die KliBA senden. Jetzt den Fragebogen herunterladen. >>

Was bietet der Wärmepass?

Er bietet für das jeweilige Haus konkrete Antworten, z.B.:

Wann ist die Gelegenheit günstig?

Einen Wärmepass sollten sich Hausbesitzer ausstellen lassen, wenn:

Bitte beachten

Der Wärmepass ist ein eigenes Instrument und nicht zu verwechseln mit dem Energieausweis.
Über den Energieausweis gibt es weitere Informationen auf den folgenden Seiten.

Der Energieausweis

Neue Rechte für Mieter, Käufer und Pächter von Gebäuden oder Wohnungen: Mit dem Inkrafttreten der neuen Energieeinsparverordnung dürfen sie vor Vertragsabschluss einen Energieausweis einsehen und können so voraussichtliche Heizkosten besser abschätzen. Der Energieausweis bewertet die energetische Qualität von Gebäuden. Er ist Mietern und Käufern eine wertvolle energetische Entscheidungshilfe.

Der Energieausweis dient ausschließlich der Information. Rechtsansprüche, z.B. auf Durchführung einer Modernisierung, lassen sich aus diesem nicht ableiten. Doch ein Eigentümer verhält sich ordnungswidrig, wenn er bei Neuvermietung, Verpachtung oder Verkauf keinen Energieausweis vorweisen kann.

Was ist ein Bedarfsausweis?

Der Bedarfsausweis entsteht auf Grundlage einer technischen Analyse der Bausubstanz und der Heizungsanlage eines Gebäudes und ist unabhängig vom individuellen Nutzerverhalten. Die Farbverlaufsskala im Bedarfsausweis weist zwei verschiedene Werte aus, die sehr unterschiedlich ausfallen können - einen Wert für den Endenergiebedarf und einen für den Primärenergiebedarf.

Der Endenergiebedarf gibt die nach technischen Regeln berechnete, vom konkreten Gebäude jährlich benötigte Energiemenge für Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung an. Am Endenergiebedarf sollten sich Verbraucher orientieren, wenn sie ihren künftigen Energieverbrauch und die Energiekosten abschätzen wollen.

Der Primärenergiebedarf bildet die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes ab. Er berücksichtigt neben der Endenergie auch die so genannte Vorkette (Erkundung, Gewinnung, Verteilung, Umwandlung) der jeweils eingesetzten Energieträger (z.B. Heizöl, Gas, Strom, erneuerbare Energien). Der Primärenergiebedarf fällt dann besonders niedrig aus, wenn erneuerbare Energien (Solarenergie, Geothermie, Energie aus Biomasse) für die Energieversorgung im Gebäude eingesetzt werden. Am Primärenergiebedarf können Verbraucher erkennen, wie umweltfreundlich ihr Gebäude ist.

Für Wohngebäude empfiehlt sich generell der Bedarfsausweis. Er erlaubt eine nutzerunabhängige Bewertung des Gebäudes. Bei der Erstellung eines Bedarfsausweises können die Modernisierungsempfehlungen auf der Basis einer technischen Analyse des Gebäudes ermittelt werden.

Was ist ein Verbrauchssausweis?

Er gibt den Energieverbrauch der Gebäudebewohner in den vergangenen drei Jahren für Heizung und Warmwasserbereitung an. Um den Energieverbrauchskennwert zu ermitteln, wird der tatsächliche Energieverbrauch mithilfe eines standortbezogenen Klimafaktors bereinigt. So führt beispielsweise ein hoher Verbrauch in einem einzelnen harten Winter nicht zu einer schlechteren Beurteilung des Gebäudes. Der tatsächliche Energieverbrauch in einem Gebäude oder einer Wohnung kann aufgrund des Witterungseinflusses vom Energieverbrauchskennwert abweichen.

Im Verbrauchsausweis ist das Ergebnis stark vom individuellen Nutzungsverhalten der Bewohner abhängig. Wird in einem energetisch schlechten Gebäude kaum geheizt, so kann der Energieausweis trotzdem sehr gut ausfallen.

Pflicht

Ein Energieausweis ist seit dem 1. Juli 2009 für alle Wohn- und Nicht-Wohngebäude Pflicht. Er wird jedoch nur benötigt, wenn Immobilien neu vermietet, verpachtet oder verkauft werden.
Die Leistungen der KliBA für Hauseigentümer und Wohnungsbesitzer

Über das Energieberater-Netzwerk der KliBA können Hauseigentümer einen passenden Architekten oder Handwerker mit entsprechender Zusatzqualifikation heraussuchen, der einen Energieausweis ausstellen kann.

Wenn Hausbesitzer ihre Immobilie nicht vermieten, verpachten oder verkaufen, sondern selber nutzen, beraten sie die KliBA-Energieberater gerne kostenfrei zu allen Fragen rund ums Energiesparen und erstellen für Hauseigentümer einen Wärmepass.

Die Vorteile der energetischen Modernisierung

Haftungsausschluss

Bitte beachten Sie, dass das Energieberater-Netzwerk ein Service der KliBA zur Suche von regionalen Energieausweis-Ausstellern ist. Die KliBA garantiert nicht die Ausstellungsberechtigung der gelisteten Personen nach EnEV 2009.

Die KliBA übernimmt auch keine Garantie für die Qualität von Energieausweisen, die von den in der Datenbank verzeichneten Personen erstellt werden.