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Der Alte muss raus

Heizkesselmodernisierung

Die Energieeinsparverordnung (kurz EnEV) fordert bis spätestens Ende 2008 ein Nachrüsten der Heizungsanlagen, die vor dem 1. Oktober 1978 in Betrieb genommen wurden. Doch auch wirtschaftliche Gründe sprechen für den Austausch des alten Kessels, denn die meisten älteren Heizkessel jagen mehr Kohlenmonoxid und -dioxid, Stickoxiden und Abwärme durch den Schornstein, anstatt Wärme zu produzieren.

Zum Vergleich: Während Altanlagen meist nur Jahreswirkungsgrade (dieser gibt an, wie viel Prozent des eingesetzten Brennstoffes wirklich für die Beheizung genutzt wird) von 62% aufweisen, überzeugen moderne Neuanlagen mit 90% (Niedertemperaturkessel). Mit der Brennwerttechnik liegen die Wirkungsgrade nochmals 10% höher, da hier zusätzlich die Energie des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes genutzt wird.

Ein schneller Austausch lohnt sich: Wird für eine Altanlage mit 35 kW (Jahresverbrauch 4.800 Liter Heizöl) ein richtig dimensionierter moderner Kessel mit 22 kW eingesetzt, betragen die jährlichen Einsparungen ca. 750 €. Handelt es sich um einen Berennwertkessel der Gas nutzt, betragen die Einsparungen sogar ca. 900 €.

Steht eine neue Heizungsanlage an, haben Sie die Möglichkeit auch den Energieträger zu wechseln. Durch heizen mit Holz oder Gas tragen Sie durch die geringeren Schadstoff-Emissionen wesentlich zur Umweltentlastung bei, vor allem mit einem Brennwertkessel. Hier wird durch einen zusätzlichen Wärmetauscher die Kondensationswärme an das Heizwasser übertragen. Dieser zusätzliche Energiegewinn erhöht im Vergleich zu modernen Niedertemperaturkesseln den Wirkungsgrad um weitere 10 %.

Probleme kann allerdings der Schornstein bereiten: Hat dieser bisher gut "gezogen", weil die Abgastemperaturen des alten Kessels hoch genug waren, kann dies durch die nun geringeren Abgastemperaturen zur "Versottung" führen: Das Abgasvolumen kühlt zu stark ab, Wasserdampf kondensiert und schlägt sich an der Schornsteinwand nieder, die Wandungen durchfeuchten. Letztendlich wird so der Schornstein zerstört. Lösungen hierfür können z.B. die nachträgliche Wärmedämmung, oder das Einziehen eines Edelstahlrohres sein.

Erwägen Sie bei einer Heizungsmodernisierung auch die Anbindung der Warmwasserbereitung an den Kessel. Kommt eine Solaranlage in Frage, ist ein solartauglicher Speicher entscheidend!

Unser Tipp: Denken Sie bei einer Heizungsmodernisierung auch gleich über Ihre Möglichkeiten zur Verbesserung der Wärmedämmung von Wänden, Dach und Fenstern nach. Bei richtiger Dämmung wird auch die Heizung kleiner und günstiger!


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